News vom Papst
Neuigkeiten von Papst Benedikt
Informieren Sie sich rund um "Papst Benedikt". Wir stellen Ihnen täglich Nachrichten von und über Papst Benedikt zur Verfügung. Die Nachrichten stammen aus den Quellen: Radio Vatikan, Zenit und kath.net
Blog: Nachrichten von Papst Benedikt
Freitag, 5. März 2010 - 06:49 Uhr
Papst: Lob für Chopin, Nostalgie für seine Theologen-Jahre
Etwa 8.000 Menschen haben an diesem Mittwoch die Generalaudienz von Benedikt XVI. besucht. Der Papst würdigte u.a. Frédéric Chopin zu dessen 200. Geburtstag: Der polnische Komponist habe mit seiner Musik Großes für Europas Kultur geleistet, er könne Menschen helfen, Gott näherzukommen. Für die Besucher aus dem deutschsprachigen Raum beschäftigte sich Benedikt mit einem Heiligen des 13. Jahrhunderts.
„Wenn ich bei der heutigen Katechese über den heiligen Bonaventura spreche, so tue ich dies nicht ohne eine gewisse Nostalgie. Dieser Heilige ist mir im Studium und zu Beginn meiner wissenschaftlichen Tätigkeit ein hochgeschätztes Vorbild und ein Begleiter geworden, dem ich Wesentliches für meine geistliche Prägung verdanke...“
Bonaventura wurde um 1217 in Bagnoregio etwa 80 km nördlich von Rom geboren. Bei seinem Studium in Paris begegnete er den Franziskanerbrüdern, die auch als Professoren an der Universität wirkten.
„Er war von ihrem Glaubenseifer und ihrer Bedürfnislosigkeit so fasziniert, daß er selbst in diesen Orden eintrat. Er hatte im Laufe seines Lebens hohe Ämter inne, er wurde selbst Professor in Paris, dann Generalminister seines Ordens und schließlich Kardinal. Bei allem blieb er dem Armutsideal seines Ordens verpflichtet. Die Leuchtkraft der Kirche, das war seine tiefe Überzeugung, gründet in der Berufungstreue gerade jener Söhne und Töchter, die nicht nur die Gebote Gottes in die Tat umsetzen, sondern durch ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam dafür Zeugnis ablegen, daß das Evangelium Quelle der Freude und des erfüllten Lebens ist. Als bedeutender Theologe nahm Bonaventura schließlich an den Vorbereitungen zum 2. Konzil von Lyon teil. Dort wirkte er maßgeblich an Verhandlungen um eine Versöhnung der griechischen und der lateinischen Kirche mit. Er konnte noch die Union erleben und starb dann 1274 in Lyon.“
Papst Benedikt gab den Gästen bei seiner Audienz einen Gedanken des heiligen Bonaventura mit auf den Weg:
„Christus gilt es immer mehr kennenzulernen, zu lieben und nachzuahmen. So finden wir, sagt der heilige Bonaventura, die Mitte unseres Lebens und können der Geschichte Gestalt geben. Dazu schenke euch Gott seine Gnade“
(rv 03.03.2010 sk)
Samstag, 27. Februar 2010 - 07:00 Uhr
So fastet der Papst
Eine Woche lang hält Papst Benedikt mit seiner Kurie Einkehr. „Die Lektionen Gottes und der Kirche über die priesterliche Berufung“ lautet das Thema seiner diesjährigen Fastenexerzitien. Der Startschuss für die Einkehrwoche des Papstes ist am vergangenen Sonntagabend mit einer Vesper in der Kappelle Redemptoris Mater im Apostolischen Palast gefallen. Geleitet werden sie von dem Salesianerpater Don Enrico dal Covolo SDB. Warum auch der Papst geistliche Anleitung in dieser Form in Anspruch nimmt, erläutert der neue Sekretär der Italienischen Vereinigung für Exerzitien, Danilo Zanella, im Gespräch mit Radio Vatikan:
„Wichtig dabei ist, dass der Heilige Vater und seine Mitarbeiter uns Priestern - und so auch dem Gottesvolk als Ganzes - ein gutes Beispiel gibt. Er zeigt auf diese Weise, dass es wichtig ist, sich auch einmal zurückzuziehen und in sich zu gehen. Viel zu Oft werden wir vom Strom der Zeit mitgerissen und auf das Wohl unserer Seele zu achten entgleitet uns dabei. In der Einkehr bietet sich uns eine Möglichkeit, den Gang der Dinge zu entschleunigen und neu Orientierung zu gewinnen.“
Die Berufung zum „Exerzitienmeister“ für die päpstlichen Einkehrtage gilt im Vatikan als besondere Auszeichnung. In den vergangenen Jahren waren sowohl hohe Kurienkardinäle als auch „einfache“ Priester und Patres mit der Aufgabe betraut. Das Motto der diesjährigen Papstexerzitien, das mit dem aktuellen Priesterjahr in Verbindung steht, erklärt Zanella so:
„Die Wahl des Themas ist deswegen so gelungen, weil jeder von uns gewissermaßen einen Priester im Herzen trägt. Uns stehen viele positive Beispiele vor Augen, sodass wir das Priestertum prinzipiell bejahen können. Wir können an der Heiligkeit der Priester teilhaben, die uns ein solches Beispiel gegeben haben.“
Das Programm der päpstlichen Exerzitien sieht täglich um 9 Uhr eine Laudes und um 10.15 Uhr die Feier der Terz vor. Beide werden von Meditationen begleitet. Auch um 17 Uhr wird meditiert, bevor der Papst um 17.45 Uhr die Vesper mit Anbetung und Eucharistischem Segen feiert.
(rv 24.02.2010 vp)
Mittwoch, 24. Februar 2010 - 06:03 Uhr
Angelus: „Erkennen, was wesentlich ist“
Was bedeutet die Fastenzeit? Auf diese Frage hat Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet an diesem Sonntag eine pointierte Antwort gegeben:
„Fasten heißt verzichten und frei werden für das Gute. Es geht darum zu erkennen, was wichtig und wesentlich ist, was den Menschen wirklich ausmacht, und danach zu leben. Dieses neue Leben sehen wir in Jesus Christus. Er, der mit unserer menschlichen Schwachheit mitfühlen kann, der wie wir in Versuchung geführt wurde, zeigt uns: Der Mensch lebt von Gott. Bitten wir in diesen Tagen der Vorbereitung auf Ostern den Herrn um die Gnade echter Erneuerung, damit wir nach seinem Willen und in seiner Liebe leben. Der Heilige Geist stärke euch mit seiner Gnade.“
In seiner italienischen Katechese hatte der Papst zuvor das Sonntagsevangelium von der Versuchung ausgelegt und als Wegweisung in die Fastenzeit empfohlen. Die Fastenzeit solle eine Zeit des Gebets, der Umkehr und von Werken der Nächstenliebe sein, unterstrich der Papst. Es sei die Phase eines „geistigen Kampfes" und der Verbundenheit mit Christus - nicht in Stolz und Überheblichkeit, sondern in Ruhe und Demut. Macht, Streben nach weltlichen Gütern und Ehrgeiz seien Versuchungen, mit denen der Satan die Menschen auf die Probe stelle.
(rv 21.02.2010 mc)

