Blog: Jugend & Papst
Blog: Generation Benedikt
Blog: "Generation Benedikt"
Freitag, 27. November 2009 - 11:22 Uhr
Workshop zum Thema „AIDS“ bei Nightfever
Am Samstag, den 5. Dezember 2009, wird die Generation Benedikt beim Nightfever-Abend in Bonn einen Workshop zum Thema „AIDS“ gestalten. Im Rahmen des Abends sollen die Äußerungen Papst Benedikts XVI. und Fakten zur Verhütungsproblematik genauer thematisiert werden. Beginn wird gegen 21h in den Räumlichkeiten der KHG Bonn sein.
Dienstag, 27. Oktober 2009 - 14:53 Uhr
Bericht zum Workshop "2. Vatik. Konzil - zw. Geist u. Gespenst"

Von Martin Bürger/kathnews.de
Bonn (kathnews). Am vergangen Samstag hat die Jugendinitiative „Generation Benedikt“ in Bonn zu einem Workshop eingeladen, der sich mit der Thematik „Zweites Vatikanisches Konzil – zwischen Geist und Gespenst?“ auseinandersetzte. Zahlreiche hochkarätige Referenten konnten für die durchaus sehr aktuelle Veranstaltung, zu der weit über 100 Gäste aus ganz Deutschland angereist waren. Der Tag begann mit einer feierlichen heiligen Messe, die Pfarrer Dr. Guido Rodheudt aus dem Bistum Aachen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus zelebrierte.
Der emeritierte Weihbischof Dr. Klaus Dick war als erster Referent des Tages mit der Aufgabe betraut, die liturgische Spiritualität Papst Benedikt XVI. im Lichte des Zweiten Vatikanums beschäftigte. Schon in seiner Priesterausbildung habe Joseph Ratzinger durch Professor Josef Pascher gelernt, was Liturgie bedeute. In liturgischer Hinsicht könne man nicht zwischen dem jungen Joseph Ratzinger und dem alten Papst Benedikt unterscheiden. Er sei seiner Auffassung und Überzeugung stets treu geblieben. Es brauche eine neue liturgische Bewegung, die das Konzil wieder ernst nehme, so der Weihbischof. „Papst Benedikt will diese Kirche ‚konziliar‘ machen, damit Liturgie wieder der Lebensnerv der Kirche wird.“
Die erste von zwei Podiumsdiskussionen, durch die Nathanael Liminski als einer der Sprecher der „Generation Benedikt“ souverän führte, fragte, ob das Zweite Vatikanische Konzil als liturgischer Aufbruch zu verstehen sei. Auch hier kam die Erkenntnis, dass eine neue liturgische Bewegung vonnöten sei. Josef Dirnbeck, Schriftsteller und Autor moderner Meditationstexte, kritisierte den Papst für das Zeichnen einer Karikatur der liturgischen Fehlentwicklungen, welche die positiven Errungenschaften verdecke. Die beiden anderen Diskutanten jedoch, Liturgieprofessor Helmut Hoping aus Freiburg und Pfarrer Rodheudt, zeigten Entwicklungen auf, die durch das Konzil nicht gewollt worden seien, in der Mehrheit der Gottesdienste jedoch die Regel sei. Die Zelebration „versus populum“ etwa habe es in der heutigen Form nie gegeben, so Hoping. Auch die Fürbitten in der heutigen Form seien oft nicht dem Gottesdienst angemessen. Die Idealform der Fürbitten fände sich in der lateinischen Kirche am Karfreitag.
Nach einer Mittagspause ging es frisch gestärkt an das Interview, das Liminski mit Pater Matthias Gaudron, dem Beauftragten für den theologischen Disput auf Seiten der deutschen Piusbruderschaft, führte. Die Piusbruderschaft habe sich selbst nie als außerhalb der katholischen Kirche stehend betrachtet, machte Gaudron klar. Das Zweite Vatikanum habe bekanntlich keine Dogmen beschlossen, weshalb man auch darüber diskutieren dürfe und müsse. Das habe es immer gegeben. Ob die Bruderschaft in der Vergangenheit auch Fehler gemacht habe, konnte Gaudron nicht genau herausstellen. Man müsse in der Piusbruderschaft jedenfalls stärker auf die eigenen Äußerungen achten. Früher war man gleichsam als verrückt abgestempelt und konnte mehr oder weniger sagen, was man wollte. Seit der Annäherung an Rom stehe man nun mehr im Fokus der medialen Öffentlichkeit und bediene auch eine andere Zielgruppe.
Seinen Abschluss fand der Workshop mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Das Zweite Vatikanum – ein Traditionsbruch?“. Auf die Frage nach zentralen Errungenschaften des Konzils erwähnte ZdK-Generalsekretär Dr. Stefan Vesper besonders die neu akzentuierte Bedeutung der Laien. Der im Bischöflichen Ordinariat Augsburg tätige Dr. Peter lokalisierte das Problem der Anerkennung des Konzils, das durch das ZdK und andere Organisationen in der Hauptsache am rechten Rand der Kirche gesehen werde, eher auf der linken Seite. Einfach und deutlich seine Empfehlung: „Da hilft nur eins – man muss sich mit den Texten auseinandersetzen.“ Professor Thomas Söding von der Ruhr-Universität Bochum betonte die positiven Aufbrüche durch das Konzil: „Mit dem Konzil ist die Theologie endlich ins freie Feld getreten und Fächer wie die Bibelwissenschaften konnten entstehen.“ Gerade in dem Aufbruch der Neuen Geistlichen Gemeinschaften sehe er einen positiven Gewinn für die Kirche nach dem Konzil, wobei er sich noch mehr spirituelle Initiativen wünschen würde.
Das Konzept der „Generation Benedikt“, durch die Auseinandersetzung im Rahmen von Workshops eine Grundlage für die eigene Argumentation im jeweiligen Umfeld zu schaffen, dürfte – so das Fazit – voll aufgegangen sein. Gemäß ihrem Charakter als Mediennetzwerk macht die „Generation Benedikt“ die Vorträge und Diskussionen in Bälde auch als Videodatei im Internet verfügbar.
Dienstag, 27. Oktober 2009 - 14:49 Uhr
"2. Vatikanisches Konzil - zwischen Geist und Gespenst"

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Dienstag, 27. Oktober 2009 - 14:47 Uhr
Über 120 Teilnehmer beim Workshop...

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Sonntag, 18. Oktober 2009 - 22:08 Uhr
Tagesplan zum Workshop „2. Vatikanisches Konzil – zwischen Geist und Gespenst“
XI. Workshop der Generation Benedikt
Thema: „2. Vatikanisches Konzil – zwischen Geist und Gespenst“
Wann? 24.10.2009 – 9.30 bis 18.30 Uhr
Wo? in der KHG Bonn Brüdergasse 8, 53111 Bonn, Nähe Marktplatz
(Messe findet im Albertinum, Adenauerallee 17, 53111 Bonn statt!)
Tagesablauf (Stand 11. Oktober 2009):
bis 9:30 Uhr: Anreise und Begrüßung im Albertinum (Priesterseminar) in Bonn Adenauerallee 17, 53111 Bonn, Parkmöglichkeiten bestehen
ab 9:30 Uhr: Möglichkeit zum Besuch der Heiligen Messe im außerordentlichen Ritus
in der Adenauerallee 17 (Albertinum)
(als Hintergrund für die Podiumsdiskussion zur Liturgiereform)
Zelebrant Dr. Guido Rodheudt (Aachen)
Danach: Gemeinsamer 5-minütiger Fußweg vom Albertinum zur KHG Bonn!
10:45 Uhr Referat „Die liturgische Spiritualität von Papst Benedikt XVI. im Lichte des Zweiten Vatikanischen Konzils“
Weihbischof Dr. Klaus Dick (Köln)
11:45 Uhr Podiumsdiskussion „Das 2. Vatikanische Konzil als liturgischer Aufbruch?“
Mag. Josef Dirnbeck (Nürnberg)
Prof. Helmut Hoping (Universität Freiburg)
Dr. Guido Rodheudt (Aachen)
13:00 Uhr Mittagessen in der KHG Bonn
14:30 Uhr Interview: Quo vadis Piusbruderschaft?
Pater Matthias Gaudron (Piusbruderschaft)
15.45 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Podiumsdiskussion „Das Zweite Vatikanum – ein Traditionsbruch?“
Lic. Theol. Martin Reinecke (Arnsberg)
Prof. Thomas Söding (Universität Frankfurt)
Dr. Stefan Vesper (Generalsekretär des ZdK, Bonn)
17:45 Uhr Zusammenfassung des Workshops und Ausblick
18:30 Uhr Ende, anschließend gemütlicher Ausklang in der Bonner Innenstadt
Verwendete Stichwörter
papst, papst benedikt, ratzinger, generation benedikt, weltjugendtag, jugend
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