Die Weihe
Papst Benedikt über das Weihesakrament
Die Selbsthingabe für den andern steht auch im Zentrum des Weihesakraments. Wer dieses Sakrament empfängt, ist in besonderer Weise Christus, dem Haupt der Kirche, ähnlich geworden. Die Geweihten sich deshalb berufen, sich selbst vollkommen für ihre Brüder und Schwestern hinzugeben. Das kann nur geschehen, wenn Gottes Wille nicht länger als etwas von aussen Auferlegtes betrachtet wird, "sondern mein eigener Wille [wird] aus der Erfahrung heraus, dass in der Tat Gott mir innerlicher ist als ich mir selbst" (Deus caritas est, 17)
Youcat - was ist die Weihe?
Am Tag eurer Taufe hat Gott euch in seine Heiligkeit hineingezogen (vgl. 2 Petr 1,4). Ihr wurdet als Sohn oder Tochter des himmlischen Vaters angenommen. Ihr wurdet in Christus eingegliedert. Ihr wurdet zu einer Wohnung seines Geistes (vgl. 1 Kor 6,19). Der Priester hat sich in der Tat gegen Ende eurer Taufe an eure Eltern und die Umstehenden gewandet, euch mit eurem Namen angesprochen und gesagt: "du bist eine neue Schöpfung geworden" (Ritus der Taufe, 99).
Kathpedia: Was ist die Weihe?
Das Weihesakrament oder Sakrament des Ordo umfasst drei selbständige Weihestufen, nämlich Episcopat (vgl. Bischofsweihe], Presbyterat (vgl. Priesterweihe und Diakonat (vgl. Diakonatsweihe - [vgl. Can 1009 CIC]. Es prägt ein unauslöschliches Prägemal ein.
Zur Einsetzung des Weihesakramentes beim letzten Abendmahl sagt das Konzil von Trient: "Er brachte Gott dem Vater seinen Leib lind sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein dar, reichte sie den Aposteln, die er damals zu Priestern des Neuen Bundes bestellte, unter denselben Zeichen zum Genuss und befahl ihnen und ihren Nachfolgern im Priestertum, dieses Opfer darzubringen mit den Worten: Tut dies zu meinem Gedächtnis." (NR 597) Mit dem Auftrag war zugleich die Vollmacht verbunden, das heilige Opfer darzubringen und das Priestertum Christi fortzupflanzen bis ans Ende der Zeit.


