Vorbilder des Glaubens

Der Diener Gottes Bischof Georg Michael Wittmann

Am 22. Januar 1760 als Sohn eines Hammergutsbesitzer zu Finkenhammer bei Pleystein/Opf. in Bayern geboren, empfing Georg Michael Wittmann von seinen frommen und fleißigen Eltern eine gediegene religiöse Erziehung. Mit neun Jahren kam er an das Gymnasium nach Amberg. Schon damals fiel er durch Frömmigkeit und Begabung auf. Seine von Kindheit an ausgeprägte Liebe zur Gottesmutter bewog ihn zum Eintritt in die Marianische Kongregation, zu deren Präfekt er in der Oberklasse gewählt wurde. Nach dem Studium der Philosophie - er erwarb das Doktordiplom - und der Theologie an der Universität Heidelberg, empfing Wittmann am 21. Dezember 1782 in Regensburg die heilige Priesterweihe. Zunächst als Hilfspriester auf dem Lande tätig, wurde er 1788 in die Bischofsstadt Regensburg berufen. Als Subregens und ab 1802 als Regens (Leiter) des Priesterseminars widmete er sich 45 Jahre lang der Heranbildung apostolisch gesinnter Seelsorger. Als vorbildlicher Lehrer und Erzieher von über 1500 Priestern kämpfte er entschieden gegen den damals verbreiteten Geist der Aufklärung und für eine treukirchliche Gesinnung.

Von 1804 bis 1829 war Regens Wittmann gleichzeitig Pfarrer der damals 8000 Seelen zählenden Dompfarrei. Als nimmermüder Verkünder des Gotteswortes in Wort und Tat, als gesuchter Seelenführer, Förderer des öfteren Sakramentenempfanges, vorbildlicher Katechet, vor allem aber durch seine wahrhaft heroische Nächstenliebe wurde er in jener für Regensburg so bewegten Zeit zum großen Nothelfer der Bevölkerung. Seit 1821 Domkapitular, ab 1829 Dompropst und Weihbischof, zugleich Generalvisitator des Bistums Regensburg und seit 1830 Generalvikar, ernannte ihn König Ludwig I. von Bayern nach dem Tode des Regensburger Bischofs, Johann Michael Sailer, 1832 zu dessen Nachfolger. Noch vor dem Eintreffen der päpstlichen Bestätigung starb Wittmann, "der Mann des Gebetes", wie ihn Kardinal Diepenbrock nannte, am 8. März 1833 im Ruf der Heiligkeit.

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Während des Priesterjahres möchten wir Ihnen Vorbilder vorstellen, die als Priester gewirkt haben.
Zuerst stellen wir Ihnen einen deutschen Franziskanerpater vor, der auf ein faszinierendes Leben zurückblickt:

Gereon Goldmann: Die Macht des Gebetes (1)

Gereon Goldmann: Die Macht des Gebetes (2)

Gereon Goldmann: Die Macht des Gebetes (3)

kathpedia: Pater Gereon Goldmann

Gereon Goldmann OFM (* 25. Oktober 1916 in Fulda; † 26. Juli 2003) war von Mitte der fünfziger Jahre bis Mitte der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts Missionar in Japan. Er wird der Lumpensammler von Tokio genannt.

Goldmann war Sohn eines Tierarztes. Seine Mutter starb schon früh. Er ist studierte Philosophie und Medizin. Er spricht über sechs Sprachen. Sechs seiner Geschwister wurden Ärzte. Er trat in den Franziskanerorden ein. Dann wurde er zur Wehrmacht einberufen und zur Waffen-SS strafversetzt. Er hatte Kontakte zur Widerstandsgruppe des 20. Juli mit Kurierdiensten nach Frankreich und Italien. Er hatte eine Audienz bei Papst Pius XII.. Er wurde auf dem Monte Cassino gefangen genommen und in ein Kriegsgefangenenlager in Marokko und Algerien eingeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt durch das Kriegsgericht der Alliierten. Pius XII. erteilte ihm eine Sondervollmacht zur Priesterweihe ohne Theologiestudium. Er entrann dem Tode durch Begnadigung.
Goldmann flog Mitte der fünfziger Jahre nach Japan, wo er die Pfarrei Sankt Elisabeth in Tokio, Itabashi-Ku übernahm. In seiner Vorstadt-Pfarrei lebten der 500 000 Menschen. Goldmann bereiste Japan von Nord nach Süd. Er predigte in fast allen Städten. Er sammelte Lumpen, um verschiedene Projekte zu finanzieren: den Bau von Kirchen, Heimen, Krankenhäusern, Sozialstationen, Wohnungen. Er predigte und taufte und baute ein Kirchenmusik-Institut auf, das St. Gregorius-Institut für Kirchenmusik und Liturgie.
Mitte der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts kehrte er ins Mutterhaus der Franziskaner auf dem Frauenberg zurück. Es kamen Besucher aus Japan, die ihn sehen wollten: Beichtkinder, Täuflinge, Musikergruppen.

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