Audienz bei Papst Franziskus

Videoarchiv 2014

 

Bei der Frage, was den Besuchern in Rom am besten gefallen hat, antworten über 80%, dass die Begegnung mit Papst Franziskus bei der Generalaudienz der schönste Moment war. Wir möchten Ihnen auf dieser Seite die Möglichkeit geben, das nachzulesen, was Papst Franziskus Ihnen beim Besuch sagte. Natürlich können Sie auch das Video ihre Audienz bei Papst Franziskus in Ruhe ansehen und dies an Ihre Freunde und Bekannte weiterleiten.


 


Generalaudienz am 17.12.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, mit den kommenden Mittwochskatechesen wollen wir uns auf die ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode im Herbst nächsten Jahres vorbereiten, welche die „Berufung und Mission der Familie in der Kirche und in der Welt“ zum Thema hat. Der Weg dahin muss durch Gebet und Reflexion begleitet werden, und daran sollte sich das gesamte Volk Gottes beteiligen. Die Familie ist eine Gabe Gottes, die der Schöpfer von Anfang an der Menschheit gemacht hat. Dieses Geschenk wurde durch Christus besiegelt, der in einer einfachen Familie am Rand des Römischen Reiches Mensch geworden ist. Dreißig Jahre hat Jesus in dieser Familie gelebt. Er war seinen Eltern Josef und Maria gehorsam, wie es in der Schrift heißt (vgl. Lk 2,51). In der Familie lernte er die Gebräuche seiner Glaubensgemeinschaft wie auch die Pflichten des sozialen Lebens kennen. Auch heute können sich Mütter Maria in ihrer Fürsorge für ihren Sohn zum Vorbild nehmen, ebenso die Väter Josef, den Gerechten. Auch heute kann jede christliche Familie Jesus aufnehmen, ihm zuhören, mit ihm sprechen, ihn behüten, mit ihm wachsen und so die Welt ein Stück weit besser machen. Maria und Josef ermutigen uns mit ihrem Beispiel, in unseren Herzen und in unserem Alltag Raum für den Herrn zu schaffen. Die Familie von Nazareth lädt uns ein, die Berufung und die Mission der Familie neu zu entdecken. Jedes Mal, wenn eine Familie das Geheimnis Christi lebendig bewahrt, wird die Wirkmacht des Sohnes Gottes offenbar. Auch auf diesem Weg will er die Welt erlösen..."

 

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Generalaudienz am 10.12.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, heute möchte ich eine Serie von Katechesen über die Familie beginnen. Zwei Bischofssynoden sind diesem wichtigen Gegenstand gewidmet. Die Versammlung im letzten Oktober zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ wurde von einem großen Medieninteresse begleitet. Dafür ist zu danken, auch wenn die Sicht der Medien manchmal ein wenig dem Stil von Sportreportagen glich, als ob es um zwei gegnerische Mannschaften ginge. Grundlage der Beratungen war das im Vorfeld erstellte Arbeitsdokument. Die Synodenteilnehmer waren gebeten, offen und mutig zu reden und demütig zuzuhören. Kein Beitrag hat die Grundwahrheiten über das Ehesakrament – Unauflöslichkeit, Einheit, Treue, Offenheit für das Leben – in Frage gestellt. Ein erster Zwischenbericht wurde in den Arbeitsgruppen der verschiedenen Sprachen erörtert, und die Ergebnisse dieser Beratungen flossen in den Schlussbericht ein. Es gibt drei offizielle Dokumente der Synode: die Schlussbotschaft und den Schlussbericht sowie die Abschlussansprache des Papstes. Die Synode verlief „cum Petro et sub Petro“, d.h. in der Anwesenheit des Papstes, der Garant der Freiheit und des Vertrauens und der rechten Lehre ist. Sie ist kein Parlament, sondern ein geschützter Raum, damit der Heilige Geist wirken kann. Der synodale Weg ist ein Prozess und geht nun mit dem Gebet, den Überlegungen und dem brüderlichen Austausch in den Teilkirchen in Vorbereitung auf die Vollversammlung im kommenden Herbst weiter.

..."


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Generalaudienz am 03.12.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, dankbar dem Herrn für die Apostolische Reise in die Türkei möchte ich heute die Tage meines Besuches in diesem Land Revue passieren lassen. Der erste Tag stand im Zeichen der Begegnung mit politischen und staatlichen Vertretern. Ein Anliegen war es mir, auf die Notwendigkeit hinzuweisen, dass Christen und Muslime sich gemeinsam für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen und dass der Staat allen Bürgern und religiösen Gemeinschaften echte Religionsfreiheit und Ausübung ihres Glaubens gewährleistet. Am zweiten Tagen habe ich einige symbolträchtige Orte der verschiedenen Religionsbekenntnisse in der Türkei besucht. Im Mittelpunkt des Tages stand die gemeinsame Eucharistiefeier mit Gläubigen der verschiedenen katholischen Riten in der Türkei. Das Fest des heiligen Apostels Andreas am dritten Tag bot den Rahmen, um die brüderlichen Beziehungen zwischen dem Bischof von Rom und dem Ökumenischen Patriarch von Konstantinopel zu festigen und das beiderseitige Engagement auf dem Weg zur vollen Einheit von Katholiken und Orthodoxen in einer gemeinsamen Erklärung zu erneuern. Dies fand am Ende der Göttlichen Liturgie statt. Damit wurde deutlich, dass das Gebet die Grundlage für jeden fruchtbaren ökumenischen Dialog unter der Führung des Heiligen Geistes ist.


Sprecher:


Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache, insbesondere an die Mitglieder und Freunde der Schönstatt-Bewegung in Deutschland. Bitten wir den Heiligen Geist, alle Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Kulturen fruchtbar zu machen und die Einheit der Christen im Glauben und in der Liebe wachsen zu lassen, damit sie allen Völkern Jesus Christus verkünden, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Von Herzen segne ich euch alle.


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Generalaudienz am 26.11.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, das Zweite Vatikanische Konzil spricht von der „pilgernden Kirche“: Die Kirche ist nicht eine statische Wirklichkeit und Ziel in sich selbst, sondern sie ist in der Geschichte unterwegs auf das letzte wunderbare Ziel hin, nämlich das Reich Gottes. Sie selbst ist „Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden“ (Lumen gentium, 5). Auch wenn wir das Wann und das Wie der Vollendung der Erde und der Menschheit nicht kennen, wissen wir aus Gottes Offenbarung, dass der Herr einen neuen Himmel und eine neue Erde bereiten wird, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Die Kirche strebt also dem himmlischen Jerusalem zu. Zwischen der Kirche des Himmels und der pilgernden Kirche auf Erden besteht eine Kontinuität und Gemeinschaft. Die bereits vor Gottes Angesicht stehen, treten als Fürsprecher für uns ein. Wir wiederum sollen durch das Opfer guter Werke, des Gebets und der Eucharistie das Leid der Seelen lindern, die noch auf die ewige Seligkeit warten. In christlicher Sicht besteht die Unterscheidung nämlich nicht darin, wer schon oder noch nicht tot ist, sondern wer in Christus ist und wer nicht. In die Erfüllung des Plans Gottes ist die ganze Schöpfung mit hinein genommen, auch sie soll „von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden“ (Röm 8,21). Ihre Umgestaltung, die seit dem Tod und der Auferstehung Christi im Gange ist, wird einmal vollendet sein. Alles wird zur Fülle im Sein, im Guten und Wahren gelangen und eine neue Schöpfung sein.


Sprecher:


Von Herzen grüße ich die deutschsprachigen Pilger und Besucher wie auch die Gruppe von Hörern des katholischen Radiosenders Katholieke Radio Omroep in den Niederlanden. Angesichts des göttlichen Heilsplans werden wir uns bewusst, welch wunderbares Geschenk es ist, zur Kirche zu gehören. Die heilige Gottesmutter Maria wache über uns auf unserem Pilgerweg und führe uns zu ihrem Sohn. Der Herr segne euch alle.

 

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Generalaudienz am 19.11.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, letzte Woche haben wir gesehen, welch großes Geschenk das Weiheamt für die Kirche ist. Was aber wird von den Bischöfen, Priestern und Diakonen verlangt, damit sie ihr Dienstamt fruchtbar und authentisch ausüben können? Der Apostel Pauls umreißt in den Pastoralbriefen die Aufgaben dieses Dienstes wie auch die erforderlichen Voraussetzungen. Neben der Gabe des Glaubens und des geistlichen Lebens braucht es ebenso eine Reihe menschlicher Qualitäten: Besonnenheit, Geduld, Zuverlässigkeit, Herzensgüte. Ohne diese Eigenschaften im Umgang mit den Mitmenschen ist kein wirklich freudiger und glaubwürdiger Dienst möglich. Eine Grundhaltung, die Paulus anmahnt, besteht darin, die empfangene Gnade nicht zu vernachlässigen und sie neu zu entfachen. Wenn sich der Amtsträger vor Augen hält, dass das Dienstamt ein Geschenk der Liebe und Barmherzigkeit Gottes ist, kann er nie eine autoritäre Haltung annehmen. Dieses Bewusstsein bewahrt den Hirten auch vor der Versuchung, sich in den Mittelpunkt zu stellen oder nur auf sich selbst zu vertrauen. Weil er weiß, dass er als Erster des Erbarmens Gottes bedarf, begegnet er den anderen in Demut und voll Verständnis. Den Auftrag, das Glaubensgut zu bewahren, wird er gleichwohl im Hinhören auf die Mitmenschen ausüben, da er immer auch ein Lernender ist. So sollen die Mitbrüder im Weiheamt eine neue Haltung einüben, die von Austausch, Teilen, Mitverantwortung und Gemeinschaft geprägt ist.


Heiliger Vater:


Un caloroso benvenuto ai pellegrini e visitatori provenienti dai Paesi di lingua tedesca. Saluto in particolare il gruppo di pazienti del Centro di cure palliative di Landshut. Grati al Signore che nel ministero dei vescovi, dei sacerdoti e dei diaconi continua a guidare e formare la sua Chiesa, vogliamo pregare per i pastori affinché possano essere sempre di più immagine viva della comunione e dell’amore di Dio. Il Signore vi protegga sempre.


Sprecher:


Sehr herzlich heiße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die Gruppe von Patienten des Palliativzentrums Landshut. Danken wir dem Herrn, dass er durch den Dienst der Bischöfe, Priester und Diakonen seine Kirche leitet und formt, und beten wir für die Hirten, dass sie immer mehr lebendiges Abbild der Gemeinschaft und der Liebe Gottes sind. Der Herr behüte euch allezeit.

 

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Generalaudienz am 12.11.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, das Geheimnis der Kirche gründet in besonderer Weise in der Heiligkeit. Die Heiligkeit steht in Beziehung zum Wesensmerkmal der Kirche als „Communio“ – Gemeinschaft, die das Zweite Vatikanische Konzil wieder neu ins Bewusstsein gerufen hat. Communio meint hier zum einen die Gemeinschaft der Getauften, die alle die gleiche Würde vor Gott besitzen und eine gemeinsame Berufung zur Heiligkeit haben. Zum anderen bezeichnet sie das Geheimnis der persönlichen Vereinigung des Menschen mit der göttlichen Dreifaltigkeit, die im Glauben ihren Ursprung hat und auf eine endgültige Vollendung am Ende der Zeiten ausgerichtet ist. Beide Dimensionen der Communio begründen die Berufung eines jeden Christen zur Heiligkeit. Christus schenkt die Heiligkeit in der Taufe. Er macht die Kirche „im Wasser und durch das Wort rein und heilig“, wie Paulus sagt (Eph 5,26). Jeder Getaufte hat nun die Aufgabe, dieses Geschenk der Heiligkeit in seinem Leben fruchtbar zu machen – im Alltag, bei jeder Arbeit, bei all unserem Tun. Schritt für Schritt sollen wir Heilige werden, indem wir in Gemeinschaft mit Christus und im Dienst an den Mitmenschen unser tägliches Zeugnis der Liebe geben. Heilig werden können wir aber nur miteinander, indem wir einander stützen und ergänzen – als Glieder des einen Leibes, der Kirche, die von Christus dem Auferstandenen geliebt wird und heilig gemacht worden ist.


Heiliger Vater:


Rivolgo un cordiale benvenuto ai pellegrini di lingua tedesca. Vi auguro un soggiorno bello e stimolante a Roma, come pure l’esperienza di una comunione viva e solidale con i compagni di viaggio. Lo Spirito Santo vi aiuti a diventare santi e vi conduca sul vostro cammino.


Sprecher:


Einen herzlichen Willkommensgruß sage ich den Pilgern und Besuchern deutscher Sprache. Ich wünsche euch einen schönen und anregenden Aufenthalt in Rom, wie auch die Erfahrung einer lebendigen und solidarischen Gemeinschaft unter den Mitreisenden. Der Heilige Geist helfe euch, heilig zu werden, und geleite euch auf all euren Wegen.

 

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Generalaudienz am 05.11.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, in den vergangenen Katechesen haben wir gesehen, wie der Heilige Geist die Kirche mit seinen Gaben immer reichlich erfüllt. Kraft des Heiligen Geistes erweckt Christus auch verschiedene besondere Dienste, um seinen Leib, die Kirche, aufzubauen. Da sind vor allem die Bischöfe, in denen Christus selbst gegenwärtig wird. Durch diese vom Herrn durch das Weihesakrament erwählten Brüder übt die Kirche ihre Mutterschaft in hierarchischen Form, in einer Rangordnung aus: Durch die Bischöfe und ihre Helfer, die Priester und Diakone, schenkt uns die Kirche in der Taufe eine neue Geburt, begleitet uns in unserem Glaubenswachstum, führt uns im Sakrament der Versöhnung in die Arme des Vaters zurück, nährt uns mit dem Wort Gottes, bereitet uns den Tisch der Eucharistie und stärkt uns mit der Kraft des Heiligen Geistes in den geistlichen Herausforderungen unseres Lebens. Wie Jesus die Apostel ausgesandt hat, um die Frohbotschaft zu verkünden und die Herde zu weiden, so setzt Christus auch die Bischöfe als ihre Nachfolger ein, um für die Kirche zu sorgen, sie zu leiten, zu beschützen, immer bereit, ihr Leben hinzugeben für die Schafe (vgl. Joh 10,11). Jesus hat die Apostel nicht einzeln berufen, sondern gemeinsam, um mit ihm, Christus, eine einzige Familie zu sein. So vereinen sich die Bischöfe unter dem Vorsitz des Bischofs von Rom, sie hören auf den Herrn und auf Seinen Geist und verpflichten sich, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten (vgl. Gaudium et spes, 4)... "

 

 

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Generalaudienz am 29.10.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, die Kirche besitzt eine geistliche und eine sichtbare Wirklichkeit. Dabei handelt es sich nicht um zwei verschiedene Größen. Die geistliche Gemeinschaft und die sichtbare Gestalt der Kirche bilden vielmehr eine einzige komplexe Realität. Zur sichtbaren Wirklichkeit der Kirche gehören nicht nur der Papst, die Bischöfe, Priester und Personen des geweihten Lebens, sondern alle Getauften, die dem Herrn nachfolgen und in seinem Namen Gutes tun. So kann auch das sichtbare Wirken der Kirche in seiner Fülle nicht gemessen werden. Die sichtbare Wirklichkeit der Kirche geht über unsere Kräfte hinaus, sie ist ebenso geheimnisvoll, weil sie von Gott kommt. Von der Menschwerdung Christi her können wir auch das Geheimnis der Kirche verstehen: Wie in der einen Person Christi die göttliche und menschliche Natur auf wunderbare und untrennbare Weise vereint sind und die menschliche Natur die göttliche unterstützt und ihr dient, so gilt dies analog von der geistlichen und der sichtbaren Wirklichkeit der Kirche. Jesus Christus bediente sich seiner Menschheit, um den göttlichen Heilsplan und die Erlösung zu verkünden und zu verwirklichen. Genauso ist die Kirche stets gerufen, durch ihre sichtbare Wirklichkeit, die Sakramente und ihr Zeugnis jedem Menschen nahe zu sein, angefangen von den Armen und Notleidenden, um sie weiter erfahren zu lassen, dass der Herr seinen Blick voll Mitleiden und Erbarmen auf sie richtet... "

 

 

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Generalaudienz am 22.10.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, in der heutigen Katechese wollen wir über die Kirche als Leib Christi sprechen. Beim Propheten Ezechiel finden wir ein beeindruckendes Bild: Der Prophet wird in einer Vision in eine Ebene versetzt, die voll lebloser Gebeine ist. Erst als der Geist Gottes über die Gebeine herabgerufen wird, erhalten sie einen Leib aus Fleisch und Blut, ganz mit Leben erfüllt (vgl. Ez 37, 1-14). Hier sehen wir ein Bild für die Kirche. Der Heilige Geist gießt in jedes Glied das Leben des Auferstandenen ein, gibt jedem einen Dienst für den Anderen und erbaut so einen Leib der Gemeinschaft mit Christus und untereinander. So ist dieser Leib nicht einfach irgendein Leib, sondern der Leib Christi. Christus ist das Haupt, wir sind die Glieder, so sagt der Apostel Paulus (vgl. Röm 12,5; 1 Kor 12,12-13) und das sind auch wir durch die Taufe. Hier wird eine tiefe Einheit der Liebe sichtbar. Der Völkerapostel vergleicht die eheliche Liebe mit der Liebe Christi zur Kirche und verpflichtet die Eheleute, einander so zu lieben, „wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes“ (Eph 5,29f). Lasst uns die große Liebe, die uns Christus schenkt, an alle Glieder seines Leibes, an unsere Brüder und Schwestern weitergeben... "

 

 

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Generalaudienz am 15.10.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, im Rahmen der Katechesenreihe über die Kirche wollen wir uns heute die Frage stellen, was am Ende der Zeiten mit dem Volk Gottes sein wird. Was dürfen wir als Einzelne und als Gemeinschaft am Ende erwarten? Es ist bezeichnend, wie die Offenbarung des Johannes den endgültigen Zustand der Kirche beschreibt, nämlich mit dem Bild einer Hochzeit zwischen Christus und seiner Kirche: „Sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat“ (Offb 21,2). Die Vision von Gemeinschaft und Liebe, die Gott im Lauf der Geschichte und besonders mit der Menschwerdung, dem Tod und der Auferstehung seines Sohnes offenbart, wird sich dann vollends erfüllen. Die Kirche wird das „neue Jerusalem“ sein, eine Gemeinschaft, an der alle Völker teilhaben dürfen, wo es keine Absonderung, Spaltung oder Untreue mehr geben wird. Angesichts dieser wunderbaren Perspektive wird unser Herz in seiner Hoffnung sehr bestärkt. Die christliche Hoffnung ist ja nicht nur ein Wunsch, ein Verlangen, sie ist die brennende Erwartung, dass sich das Geheimnis der göttlichen Liebe, aus dem wir wiedergeboren sind und jetzt schon leben, endlich in seiner Vollendung enthüllt.... "

 

 

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Generalaudienz am 08.10.2014

Generalaudienz am 01.10.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

Liebe Brüder und Schwestern, im Zyklus der Katechesen über die Kirche wollen wir heute über die Charismen sprechen. Unter einem Charisma verstehen wir eine Gnade, ein unverdientes Geschenk, das Gott durch das Wirken des Heiligen Geistes zum Dienst an der Gemeinschaft gibt. Allerdings erkennt man nicht allein, ob und welches Charisma man hat. Es wächst in der Gemeinschaft der Kirche und wird durch diese gebildet und erkannt. Wir dürfen uns fragen, ob auch wir ein Charisma haben, ein Gnadengeschenk des Heiligen Geistes? In welcher Weise macht mich die Gemeinschaft der Kirche darauf aufmerksam und wie gehe ich mit diesem Geschenk um, wie kann ich es für andere einbringen? Es ist eine sehr schöne Erfahrung zu sehen, wie viele verschiedene Charismen der Heilige Geist in der Kirche schenkt. Jedes Charisma ist wichtig. Miteinander führen sie uns tiefer zur Einheit in Gott zusammen. Wenn die Gesamtheit der Gläubigen in der Kirche kraft der Vielfalt ihrer Charismen als Gemeinschaft zum Ausdruck kommt, kann sie nicht irren. Jeder Gläubige hat Anteil an dieser Schönheit und Kraft der Gesamtkirche im sogenannten sensus fidei, dem übernatürlichen Glaubenssinn. Dieser lässt uns im Blick auf die Kirche das Evangelium recht verstehen und Christus treu nachfolgen.

 

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Generalaudienz am 24.09.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, in dieser Audienz will ich einen Rückblick auf die Apostolische Reise nach Albanien am vergangenen Sonntag geben – in ein Land, das über mehrere Jahrzehnte von einem atheistischen und unmenschlichen Regime unterdrückt wurde, dass aber in jüngster Zeit die Erfahrung eines friedlichen Zusammenlebens verschiedener religiöser Bekenntnisse machen darf. Im Zentrum des Besuchsprogramms stand eine interreligiöse Begegnung, die uns zeigte, dass ein friedvolles Miteinander und eine fruchtbare Zusammenarbeit von Katholiken, Orthodoxen und Muslimen machbar ist. Ein authentischer Dialog, der sich nicht dem Relativismus beugt, trägt der Identität jeder religiösen Gemeinschaft Rechnung. Sehr präsent im Land bleiben die Märtyrer der verschiedenen Gemeinschaften, unter ihnen 40 katholische Priester, deren Seligsprechungsprozess eröffnet wurde, wie auch viele orthodoxe Geistliche und muslimische Würdenträger, die ebenfalls Blutzeugen für ihren Glauben sind. Besonders bewegend war in diesem Zusammenhang auch die Begegnung mit noch lebenden Opfern der Diktatur. Ihr Zeugnis der Liebe Christi, die stärker ist als der Tod, war angesichts der Schlichtheit und Demut, mit der sie auftraten, für alle Anwesenden sehr ergreifend. Möge der auferstandene Christus allen Albanern und besonders den Christen unter ihnen weiterhin Gnade schenken, Sauerteig in der Gesellschaft zu sein und sich in karitativen und erzieherischen Aufgaben für ihr Land einzusetzen... "

 

 

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Generalaudienz am 17.09.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, im Rahmen der Katechesen über die Kirche wollen wir heute über ihre Eigenschaften als „katholische“ und „apostolische“ Kirche sprechen. Das Wort „katholisch“ bedeutet „allgemein“, „universal“: Die Kirche breitet sich ohne Grenzen auf der ganzen Erde aus. Durch alle Zeiten hindurch lehrt sie die Menschen die umfassende Wahrheit des Himmels und der Erde. Mit der Katholizität ist daher eng der Missionsauftrag und die Apostolizität der Kirche verbunden. Die Kirche ist apostolisch, denn sie ist auf dem Fundament der Apostel gegründet. In beständiger Verbindung und Treue zu ihnen verkündet sie allen Menschen das Evangelium. Der Heilige Geist, der die Apostel zu mutigen Glaubensboten für die ganze Welt gemacht hat, erweckt auch heute Zeugen, die sich nicht in sich selbst verschließen, sondern ihren Glauben, der der Glaube der Apostel und der Kirche ist, bis an die Grenzen der Erde bekannt machen. Was heißt es für uns, zur katholischen und apostolischen Kirche zu gehören? Sich bewusst sein, dass unser Glaube im Zeugnis und in der Verkündigung der Apostel verankert ist und dass wir in Einheit mit den Nachfolgern der Apostel gesandt sind, Christus und seine Botschaft der Liebe zu den Menschen zu bringen... "

 

 

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Generalaudienz am 10.09.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, am vergangenen Mittwoch war das Thema unserer Betrachtung, dass die Kirche unsere Mutter ist. Heute wollen wir unseren Blick darauf richten, wie die Mutter Kirche uns die Barmherzigkeit lehrt. Ein guter Erzieher bringt seinen Schülern das Wesentliche bei. Dazu gehört nach dem Beispiel Jesu die Barmherzigkeit: „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist“ (Lk 6,36). Wie Christus lehrt die Mutter Kirche nicht nur die Barmherzigkeit, sondern sie lebt sie auch vor: Hungernde speisen, Dürstenden zu trinken geben, Nackte bekleiden. Das tut die Kirche beispielhaft in zahlreichen Heiligen. Durch viele Männer und Frauen erweist die Mutter Kirche an den Kranken den Dienst der Barmherzigkeit. Ebenso ist die Kirche den Gefangenen nahe. Denn die Barmherzigkeit Gottes kann das Herz und das Leben eines Menschen verwandeln und ihm einen Neuanfang in der Gesellschaft ermöglichen. Die Kirche begleitet – darauf weist eindrucksvoll das Beispiel der seligen Mutter Teresa von Kalkutta hin – die Sterbenden. Der Dienst der Kirche zeigt, dass die Barmherzigkeit Gottes sowohl dem Scheidenden als auch den Hinterbliebenen den Frieden schenkt ..."

 

 

 

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Generalaudienz am 03.09.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, die Kirche ist Mutter, denn sie schenkt uns das Leben in Christus. Die Mutterschaft der Kirche hat die Gottesmutter Maria zum Vorbild, sie verlängert die Mutterschaft Marias in die Geschichte hinein: Wie Christus aus der Jungfrau Maria geboren wurde, so wird jeder Christ in der Taufe durch den Heiligen Geist aus der Kirche neu geboren. Von daher verstehen wir auch die ganz tiefe Beziehung, die Maria und die Kirche miteinander verbindet. Von Christus hat die Kirche den kostbaren Schatz des Evangeliums empfangen, nicht um ihn für sich zu behalten, sondern um ihn weiterzuschenken. Auf besondere Weise zeigt sich die Mutterschaft der Kirche bei der Evangelisierung, wenn sie wie eine Mutter ihren Kindern die geistliche Nahrung reicht, die das christliche Leben nährt und fruchtbar macht. Mit der Kraft des Evangeliums und der Stärkung der Sakramente lässt uns die Kirche im Glauben wachsen und führt uns auf dem Weg des Heils. Mit dem Mut einer Mutter verteidigt die Kirche ihre Kinder vor dem Bösen und mahnt uns in mütterlicher Sorge zur Wachsamkeit gegenüber dessen Trug und Verlockungen. An uns liegt es, nicht naiv, sondern wachsam zu sein und im Glauben dem Bösen zu widerstehen...."

 

 

 

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Generalaudienz am 27.08.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, im Credo bekennen wir unseren Glauben an die eine und heilige Kirche. Die Kirche ist eine, weil sie ihren Ursprung im dreifaltigen Gott hat, der ein Geheimnis der Einheit und der vollkommenden Teilhabe ist. Die Kirche ist heilig, weil sie auf Jesus Christus aufbaut und durch den Heiligen Geist belebt wird. Sie ist erfüllt von Gottes Liebe und seinem Heil. Zugleich besteht sie aus Sündern. Diese sind immer wieder aufgerufen, zu Christus umzukehren und die Einheit und Heiligkeit, die von Gott kommen, zu leben. Jesus hat kurz vor seinem Leiden dafür gebetet, dass wir eins seien mit ihm und untereinander (vgl. Joh 17,21). Die ersten Christen unterschieden sich von ihrer Umgebung darin, dass sie „ein Herz und eine Seele“ waren (Apg 4,32). Der Apostel Paulus erinnert seine Gemeinden, dass sie „in einen einzigen Leib aufgenommen“ (1 Kor 12,13) sind. Innerhalb einer christlichen Gemeinschaft ist daher die Entzweiung eine der schwersten Sünden, der wir uns vor Christus und der ganzen Kirche schuldig machen. Wir haben keine Einheit mit ihm und untereinander, wenn wir nicht immer wieder bereit sind, unseren Egoismus abzulegen. Darin liegt die Heiligkeit der Kirche: sich selbst als Bild Gottes wiederzuerkennen, das von seiner Barmherzigkeit und Gnade erfüllt ist..."

 

 

 

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Generalaudienz am 20.08.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, in den vergangenen Tagen konnte ich in Korea eine junge und dynamische Kirche besuchen, die auf dem Zeugnis der Märtyrer errichtet und von einem missionarischen Geist beseelt ist. Die Bedeutung dieser Reise lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Gedächtnis, Hoffnung, Zeugnis. Die Weitergabe des Lichts des Glaubens und das Gedächtnis der Glaubenszeugen der Vergangenheit werden zum Zeugnis heute und zur Hoffnung für morgen. Dafür standen auch die beiden Haupt­feierlichkeiten auf dieser Reise: die Seligsprechung von 124 koreanischen Märtyrern und das Treffen mit den Jugendlichen im Rahmen des sechsten asiatischen Jugendtages. Die Kirche in Korea gibt uns zu bedenken, dass sich die Anfänge des Glaubens und der Evangeli­sierung in diesem Land fast ausschließlich dem Einsatz gläubiger Laien verdanken. Die Geschichte des Glaubens in Korea zeigt einmal mehr: Christus löst die Kulturen nicht auf und verwirft nicht den Weg, den die Völker auf der Suche nach der Wahrheit gegangen sind; er hebt das vorhandene Gute nicht auf, sondern bringt es zur Vollendung. Christus bekämpft und besiegt jedoch den Bösen, der durch die Anbetung von Geld und Reichtum Ausgrenzung schafft und das Gift der Leere und des Nichts in die Herzen der jungen Menschen einimpft. Wenn wir in Christus und seiner Liebe bleiben, können auch wir wie die Märtyrer seinen Sieg im Leben bezeugen..."

 

 

 

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Generalaudienz am 06.08.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, in der Reihe der Mittwochskatechesen befassen wir uns mit der Kirche. Wir hatten gesehen, dass die Kirche ein Volk ist, das Gott aus Liebe zusammenfügt und zu dem wir alle berufen sind. Wir bilden ein Volk aus vielen Völkern, einen Neuen Bund, der auf Jesus Christus gründet, der für uns sein Leben hingab. Dieser Bund steht nicht im Widerspruch zum Bund Israels, sondern führt ihn zur Vollendung. Die Mitglieder des Bundes sind eingeladen, ihr Herz zu öffnen und sich von Gott beleben zu lassen. Das Evangelium gibt uns dazu den Leitfaden: Da ist zunächst Johannes der Täufer, der Zeuge, der Christus als den von Gott Gesandten erkennt. Er ruft zur Umkehr auf, zum Blickwechsel: statt uns selbst sollen wir Christus in die Mitte des Lebens stellen. Dann wird uns in den Seligpreisungen die Verheißung wahren Glücks gegeben. Selig sind vor allem die Demütigen und die, die Frieden stiften. Das ist ein neuer Stil des Lebens und der Weg zur wahren Freude. Und schließlich wird mit uns die Frage vorgelegt, ob wir für die endgültige Gemeinschaft mit Gott geeignet sind. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Darin besteht der Neue Bund: sich selbst vor Gott zu erkennen, sich fallen zu lassen in das Erbarmen Gottes und das Leben als Zeugnis der unerschöpflichen Liebe Gottes zu leben..."

 

 

 

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Generalaudienz am 25.06.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, am vergangenen Mittwoch haben wir eine neue Katechesenreihe begonnen, welche die Kirche zum Thema hat. Heute wollen wir darüber nachdenken, dass unser Christsein immer auch Zugehörigkeit zur Kirche, zum Volk Gottes, bedeutet. Als Christen sind wir keine Individualisten, unsere Identität ist Zugehörigkeit! Wenn der Satz „Ich bin Christ“ sozusagen mein Vorname ist, dann ist der Satz „Ich gehöre zur Kirche“ wie ein Nachname. Dieser Name sagt mir: Ich bin Glied einer Gemeinschaft, die zu Gott, zu seinem Bund gehört. In diesem Zusammenhang wendet sich unser Denken all jenen Menschen zu, durch die wir den Glauben empfangen, die für uns die Taufe erbeten, die uns die Gebete gelehrt und ein lebendiges Beispiel gegeben haben: unsere Eltern, Großeltern, Priester, Ordensschwestern, Katechisten, Lehrer und Freunde. Wir sehen also, keiner wird Christ aus sich heraus, sondern durch die Kirche, die eine große Familie ist, in die man aufgenommen wird und in der man glauben lernt. Daher hat Papst Benedikt XVI. die Kirche immer wieder als ein großes „Wir“ beschrieben. Es geht nicht, zu sagen: „Ich glaube an Gott, aber die Kirche interessiert mich nicht“. Der Herr hat uns das Evangelium in der Gemeinschaft der Kirche anvertraut. Mit der Kirche können und wollen wir in der Liebe zu Gott und zum Nächsten wachsen..."

 

 

 

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Generalaudienz am 18.06.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

Liebe Brüder und Schwestern, heute beginnen wir eine neue Katechesenreihe über die Kirche. Die Kirche ist nicht als Verein oder Nicht-Regierungsorganisation zu betrachten. Sie ist nicht zum Selbstzweck geschaffen. Sie stellt eine viel größere Wirklichkeit dar, die auf die gesamte Menschheit hin offen ist. Christus hat sie vor zweitausend Jahren gegründet; dabei trägt sie Züge des Heilshandelns Gottes, das schon im Alten Testament, in der Geschichte der Berufung Abrahams, vorbereitet wird. Erstens wird Abraham nicht allein berufen. Gott macht Abraham zum Vater eines Volkes, das seinen Segen in die Welt weitertragen soll. Zweitens ergreift nicht der Mensch die Initiative, sondern Gott. Gottes Liebe geht allem voraus. Und drittens ist es Gott, der angesichts der Wankelmütigkeit und Widerspenstigkeit des Menschen immer wieder Geduld hat und von vorn beginnt. So erzieht er die Menschen wie ein liebender Vater. Als Kirche dürfen wir an diesem Projekt Gottes teilhaben: ein Volk zu bilden, das in seiner Liebe gesegnet ist, und an diesem Segen allen Völkern der Erde Anteil zu geben. ..."

 

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Generalaudienz am 11.06.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, die letzte der sieben Gaben des Heiligen Geistes ist die Gottesfurcht. Gott fürchten heißt sich bewusst werden, wie klein wir vor ihm sind und wie wir seiner Liebe bedürfen. Wenn wir die Erfahrung unserer Grenzen und unserer Armseligkeit machen, tröstet uns der Heilige Geist und zeigt uns, dass es allein wichtig ist, sich von Jesus in die Arme Gottes führen zu lassen. Die Gottesfurcht macht uns bewusst, dass wir Gottes unendlich geliebte Kinder sind, dass unser Leben in seinen Händen ist. So festigt sie unseren Glauben und unser Vertrauen. Von der Gottesfurcht durchdrungen, sind wir bereit, dem Herrn demütig, willig und gehorsam nachzufolgen. Diese Geistesgabe bringt in uns Mut und Kraft hervor und macht uns zu überzeugten und begeisterten Christen, die sich dem Herrn nicht aus Angst unterwerfen, sondern von seiner Liebe ergriffen sind. Schließlich ist die Gottesfurcht auch eine Art innerer Alarm vor der Hartnäckigkeit der Sünde. Sie versetzt uns in Alarmbereitschaft und sagt uns, dass die Sünde nicht glücklich macht, sondern böse endet. ..."

 

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Generalaudienz am 04.06.2014

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS BEI DER AUDIENZ

 

"Liebe Brüder und Schwestern, in der Katechesenreihe über die Gaben des Heiligen Geistes befassen wir uns heute mit der Frömmigkeit. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint man damit ein religiös eingeübtes Verhalten der Ehrfurcht gegenüber Gott. Als Gabe des Heiligen Geistes hat die Frömmigkeit allerdings ihren Grund in Gott selbst. Durch die Taufe sind wir Kinder Gottes, und die Freundschaft mit Jesus stärkt in uns die Freude und Zuneigung gegenüber unserem himmlischen Vater. Das lässt unsere Frömmigkeit wachsen. Diese führt uns geradezu unweigerlich zum Gebet und zum Eifer in der Erfüllung der Botschaft Jesu, Gott in Liebe und Einfachheit zu dienen, wie auch unseren Mitmenschen mit Achtung und Sympathie zu begegnen. So werden wir wirklich fähig, die Freude der Menschen zu teilen, mit den Weinenden zu weinen sowie denen nahe zu sein, die in Not und Bedrängnis sind. Bitten wir den Herrn, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes die Furcht und den Zweifel in uns vertreibe und uns zu frohen Zeugen Gottes und seiner Liebe zu den Menschen mache. ..."

 

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