GENERALAUDIENZEN 2020


Audienz VOM 15.01.2020

 

Wir beschließen die Katechesenreihe über die Apostelgeschichte mit der letzten Etappe der Missionsreisen des Apostels Paulus, die ihn nach Rom führt. Obwohl er hier unter Hausarrest steht, kann Paulus doch viele Brüder und Schwestern empfangen und im Glauben bestärken und das Evangelium weiter ungehindert und in allem Freimut verkünden. Sein Haus wird so zu einem Bild für die Kirche, die aller Unbill zum Trotz mit ihrem mütterlichen Herzen allen Menschen die Liebe des himmlischen Vaters bezeugt, die in Jesus Christus sichtbar in dieser Welt erschienen ist. Dabei kommt es auch zu einer Begegnung mit Vertretern der jüdischen Gemeinde, und Paulus, selbst ein Jude, versucht ihnen anhand der Schrift darzulegen, dass Jesus Christus die Erfüllung aller Erwartung und Hoffnung des auserwählten Volkes ist. Der irdische Lebensweg des Apostels Paulus geht hier zu Ende, das Evangelium jedoch, das Paulus von Jerusalem nach Rom gebracht hatte, wird seine Reise zu den Völkern vom Herzen des Reiches aus noch wirkungsvoller fortsetzen. Die Reisen des Paulus sind ein Beweis dafür, dass der Glaube alle Situationen verwandeln und immer neue Wege eröffnen kann, dass selbst menschliche Schwäche und Begrenztheit sowie alle äußeren Hindernisse zum Ort des Heils werden können, weil gerade dort die Kraft und Macht Gottes in besonderer Weise hervortritt.

 

 

Quelle: www.vatican.va

 

Audienz VOM 08.01.2020

 

Liebe Brüder und Schwestern, in unseren Katechesen über die Apostelgeschichte sprechen wir heute über die Schiffsreise des Paulus als Gefangener auf dem Weg nach Rom. Von Anfang an traf diese Reise auf widrige Umstände. In Kreta wurde die Warnung des Paulus vor einer Weiterfahrt in den Wind geschlagen. So geriet dann das Schiff in einen Seesturm und trieb tagelang auf dem Meer. Als der Tod nahe schien und Verzweiflung um sich griff, sprach Paulus als Mann des Glaubens allen Mut zu. Auch in der Bedrängnis hörte er nicht auf, sich um das Leben der anderen zu kümmern und Hoffnung zu schenken. Beim Schiffbruch vor der Insel Malta wurden alle gerettet, und dieses Unglück wurde zu einem Moment der Vorsehung. Der schiffbrüchige Paulus bekam Gelegenheit, den Menschen dort die Botschaft Jesu zu verkünden und Kranke zu heilen. Es ist dies gleichsam ein Gesetz des Evangeliums: Wenn ein Gläubiger Gottes Heil erfährt, behält er es nicht für sich, sondern schenkt es weiter. Ein Christ, der Prüfungen durchgemacht hat, kann anderen Leidtragenden besonders nahekommen und im Herzen sensibel sein für die Solidarität mit den anderen.

 

Quelle: www.vatican.va