Pilger-Blog von Georg Fesslmeier

(18) Deutschstämmige Päpste

Der erste deutsche Papst war Gregor V. (996-999). Im Jahr 996 kam er als 24-Jähriger in das Amt, mit Hilfe seines Cousins, König Otto III. Im 11. Jahrhundert gab es hintereinander eine ganze Reihe deutscher Päpste. Sie konnten allerdings nicht viel bewegen, da sie meist nur kurze Zeit regierten. Es waren dies: Clemens II. (1046-47), zuvor seit 1040 Bischof von Bamberg. Sein Grab im Bamberger Dom ist das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. 

Damasus II. (1048), zuvor seit 1039 Bischof von Brixen, aus bayerischem Adel stammend. Er starb nach 23 Tagen als Papst in Palestrina und Leo IX. (1049-54). Er war der bedeutendste dieser drei deutschen Päpste des 11. Jahrhunderts. In seiner 5-jährigen Regierungszeit war er oft auf Reisen und versammelte häufig Synoden. Er gründete das beratende Kardinalskollegium. Viktor II. (1055-57), schwäbischer Herkunft, zuvor seit 1042 Bischof von Eichstätt. Er beerdigte Kaiser Heinrich III. in Speyer. Stephan IX. (1057-58), Benediktiner aus Lothringen. Papst Hadrian VI. (1522-23) stammte aus Utrecht, so daß er nach damaliger Auffassung als „deutscher“ Papst galt. Er wurde 1522 gewählt, starb aber schon ein Jahr später. Er konnte in den Kampf gegen die Reformation, die sich in Deutschland gerade Bahn brach, nicht wesentlich einwirken. 1523 sprach er Bischof Benno von Meißen heilig, den späteren bayerischen Landes- und Münchener Stadtpatron. 

 

Der achte ist Papst Benedikt XVI.

(17) Der Pilgerablaß

Warum gibt es Ablässe? Was schenkt uns die Kirche damit?

 

Wir Menschen sind nicht perfekt – weder die anderen noch ich selbst. Auch mit bestem Willen und äußerster Anstrengung gelingt es einem Menschen nicht fehlerlos zu sein. 

 

Gott hält deswegen Ausschau nach uns, er streckt uns die offene Hand entgegen. Der Vater wartet. – Nicht um zu verurteilen, sondern um zu heilen, zu vergeben.  Ablässe sind Gnadengeschenke an uns Menschen, wir können sie für uns selbst oder im Geist für andere (z.B. an Verstorbene oder andere Lebende) erbitten.

 

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(16) Der Petersdom - 2

(15) Der Petersdom - 1

(14) Heilige Stiege - St. Croce

(13) Der Lateran

(12) S. Maria Maggiore

(11) Trevibrunnen

(10) Spanische Treppe

(9) St. Maria Sopra Minerva

(8) Gelati Tour Chiesa Nuova - Piazza Navona - Pantheon

(7) St. Maria in Trastevere


Für mich ist es eine der schönsten Kirchen Roms. Ein Besuch lohnt sich immer. Sie ist die älteste Marienkirche Roms und geht bis ins vierte Jahrhundert zurück. Trastevere lädt Sie ein, das  unvergessliche Flair dieser Gegend zu genießen: Wie wäre es mit einem Cappuccino? Auch wenn es ein wenig teurer als sonst sein kann – das Flair ist es auch!

(6) Spaziergang nach Trastevere - Mund der Wahrheit

 

Beim folgenden Spaziergang, der ca. eine Stunde dauert – erwartet Euch ein buntes und z.T. nicht so bekanntes Rom. Zuerst geht es vom Hügel Aventin zurück in Richtung Circus Maximus. Dabei kann man einen Blick in den städtischen Rosengarten werfen. Oft gibt es dort bis Weihnachten blühende Rosen. Am Ende des Circus Maximus vorbei, befindet sich die KircheSt. Maria in Cosmedin. Dort im  Eingangsbereich ist der legendäre „Mund der Wahrheit“ – der Bocca Veritas. Der Legende nach, wurden hier vor allem Frauen befragt, deren Männer für lange Zeit im Krieg waren, ob sie treu  blieben. Hat eine Frau gelogen, wurde ihr die Hand abgebissen. Wer es nicht glaubt – kann es ja probieren! Neben dem Bocca Veritas steht einer der letzten Tempel Roms. Dieser wurde der Vesta geweiht. Beim Spaziergang am Tiber entlang, kann man die Tiberinsel sehen. Auf der Insel hat der Apostel Bartholomäus seine letzte Ruhe gefunden. Direkt daneben steht eines der besten Krankenhäuser Roms. Jetzt wandert man im historisch eher unbekannten Rom. Als nächstes sieht man die alte römische Synagoge auf der rechten Seite. Historisch war der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1986. In der Nähe hatte der Apostel Paulus seine Mietwohnung, wo er mehrere Jahre – bis zu seinem Martyrium lebte. Bei der Brücke Ponte Sisto  überquert man den Tiber. Von dort sind es noch ca. 500 Meter bis zur Kirche St. Maria in Trastevere.

(5) Aventin & Circus Maximus

(4) Colloseum

(3) Forum Romanum

(2) S. Maria Aracoeli und Kapitol

(1) Roma Eterna - das Ewige Rom

Blick auf Rom
Blick auf Rom

 

Rom ist das Herz der Christenheit.

 

In der Geschichte der Menschheit ist Rom das Sinnbild für das vorbestimmte Schicksal der heiligen Stadt Jerusalem (Jes 52,1). Sie wird auch „Stadt Gottes” (Jes 60,14) oder Zentrum der gesamten Heilsgeschichte genannt. Von der hl. Schrift wird sie oft als Ziel allen menschlichen Begehrens, Freude dessen, der sie liebt (Psalm 137,6), Lust der Augen oder Verlangen der Seele (Ez 24,25) genannt.

 

Die Kirche hat ihren eigentlichen Ursprung in Jerusalem, der Stadt, die die Stationen des Lebens Jesu prägt und in der sich die Erlösung vollendet; sie nimmt das neue, himmlische Jerusalem vorweg (Offb 21,1-27), den Ort, an dem sich die Gemeinschaft Gottes und der Menschen vollendet und alle Brücken aufgehoben sind.

Auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem, lädt die Kirche Roms die Pilger zu einer willkommenen Pause ein. Die Kirche Roms ist Ausdruck der Gemeinschaft aller Christen und sie ist Mutter aller Kirchen.

 

Jesus ruft seine Jünger nach seiner Auferstehung dazu auf: „meine Zeugen zu sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde”, Rom. Das damalige Weltbild verstand unter der Redewendung „bis an die Grenzen der Erde” die Stadt Rom. Heute ist dies natürlich anders. Heute lädt die Kirche Roms ein, innezuhalten und die Schönheit des Christentums zu bestauen. Christus näher zu kommen, ist ein anderes Angebot, das die Kirche bietet - denn Er lebt in und mit seiner Kirche.

 

In Jerusalem hat alles begonnen - in Rom hat das Leben für zwei Apostel geendet: Petrus und Paulus. Petrus, „der Fels, auf dem die Kirche erbaut” wurde (Mt 16,18), und Paulus, der „Apostel der Völker” (Apg 17,21). Beide sind durch die Verbreitung der Heilsbotschaft nach Rom gekommen und haben hier ihr Zeugnis und ihr Leben gelassen.

 

Beide Apostel können uns in unseriger Zeit eine Botschaft senden; bin ich als Pilger bereit mich darauf einzulassen?