Pilger-Blog von Georg Fesslmeier

(20) Sankt Paul vor den Mauern - 1

 

In der Mitte der Bailika liegt das Grab des Heiligen Paulus. Dahinter erstreckt sich ein wunderschönes Mosaik. Das ist die einzige Darstellung, bei der Paulus zur rechten Seite Jesu sitzt. Auch der Auftraggeber des Kunstwerkes hat sich hier verewigen lassen. So liegt am linken Fuß Christi Papst Honorius III. – bei dieser Darstellung kann man auch vom ersten christlichen Komik sprechen.

Links daneben ist eine kleine Seitenkappelle, mit einem sehr alten Kreuz. Dieses Kreuz wurde von der Heiligen Brigitta von Schweden verehrt, die dort auch

Visionen hatte ,und es ist bei dem Brand der Basilika nicht zerstört worden.

Bevor man St. Paul verläßt sollteman noch ein Blick in den Kreuzgang und auf die Reliquienausstellung werfen. Für den Heimweg kann man die Metro bis zum Bahnhof Termini nehmen.

(19) Sankt Paul vor den Mauern

  

Die Basilika erreicht man vom Vatikan aus, am besten mit der Buslinie Nr. 23. In der Pilgerbasilika ist das Grab des Völkerapostel Paulus. Bis zur Fertigstellung des Petersdomes war St. Paul die größte Kirche der Welt. Im Vorhof wird

der Heilige Paulus mit einem Schwert dargestellt. Das Schwert

hat zwei Bedeutungen. Es deutet an, wie Paulus getötet wurde –

Die Kirche selbst brannte 1823 bis auf die Grundmauern ab.

Durch die großzügige Spende der europäischen Kaiser und Königshäuser

wurde die Basilika in nur wenigen Jahrzehnten wieder nach

dem alten Vorbild aufgebaut ...

(18) Deutschstämmige Päpste

Der erste deutsche Papst war Gregor V. (996-999). Im Jahr 996 kam er als 24-Jähriger in das Amt, mit Hilfe seines Cousins, König Otto III. Im 11. Jahrhundert gab es hintereinander eine ganze Reihe deutscher Päpste. Sie konnten allerdings nicht viel bewegen, da sie meist nur kurze Zeit regierten. Es waren dies: Clemens II. (1046-47), zuvor seit 1040 Bischof von Bamberg. Sein Grab im Bamberger Dom ist das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. 

Damasus II. (1048), zuvor seit 1039 Bischof von Brixen, aus bayerischem Adel stammend. Er starb nach 23 Tagen als Papst in Palestrina und Leo IX. (1049-54). Er war der bedeutendste dieser drei deutschen Päpste des 11. Jahrhunderts. In seiner 5-jährigen Regierungszeit war er oft auf Reisen und versammelte häufig Synoden. Er gründete das beratende Kardinalskollegium. Viktor II. (1055-57), schwäbischer Herkunft, zuvor seit 1042 Bischof von Eichstätt. Er beerdigte Kaiser Heinrich III. in Speyer. Stephan IX. (1057-58), Benediktiner aus Lothringen. Papst Hadrian VI. (1522-23) stammte aus Utrecht, so daß er nach damaliger Auffassung als „deutscher“ Papst galt. Er wurde 1522 gewählt, starb aber schon ein Jahr später. Er konnte in den Kampf gegen die Reformation, die sich in Deutschland gerade Bahn brach, nicht wesentlich einwirken. 1523 sprach er Bischof Benno von Meißen heilig, den späteren bayerischen Landes- und Münchener Stadtpatron. 

 

Der achte ist Papst Benedikt XVI.

(17) Der Pilgerablaß

Warum gibt es Ablässe? Was schenkt uns die Kirche damit?

 

Wir Menschen sind nicht perfekt – weder die anderen noch ich selbst. Auch mit bestem Willen und äußerster Anstrengung gelingt es einem Menschen nicht fehlerlos zu sein. 

 

Gott hält deswegen Ausschau nach uns, er streckt uns die offene Hand entgegen. Der Vater wartet. – Nicht um zu verurteilen, sondern um zu heilen, zu vergeben.  Ablässe sind Gnadengeschenke an uns Menschen, wir können sie für uns selbst oder im Geist für andere (z.B. an Verstorbene oder andere Lebende) erbitten.

 

mehr >

 

 

(16) Der Petersdom - 2


Sehr verehrt wird auch die bronzene Petrusstatue. Die Menschen berühren und küssen seine Füße, die mittlerweile glatt geschliffen  sind. Scherzhaft sage ich immer, dass derjenige, der in der Früh seine Schuhe dem Petrus anzieht am Abend hoch polierten Schuhe hat. Im vorderen Bereich befindet sich ein sehr schönes Glasgemälde des Heiligen Geistes. Darunter  ist ein dunkler Stuhl zu sehen. Das ist der Stuhl Petri, die Kathedra Petri. Es gibt am 22.2. sogar ein eigenes Fest dafür.

 

(15) Der Petersdom - 1


Es empfiehlt sich sehr früh in den Petersdom zu gehen, da er um diese Zeit eine ganz besondere Atmosphäre hat. Einlass ist bereits um sieben Uhr. Auch wennes früh erscheint, es lohnt sich auf jeden Fall! 


Vor ca. 2000 Jahren stand an dieser Stelle der Zirkus des Kaiser Neros. An dieser Stätte erlitt der Heilige Petrus das Martyrium. Wie bereits im Lateran erwähnt, wurde erst im 14. Jahrhundert der Vatikan endgültig der Sitz der Päpste. Fertig gestellt wurde der Petersdom im 17. Jahrhundert unter den Baumeistern Michelangelo und Bernini. Die Basilika fasst ca. 60.000 Menschen und ist mit 15.000 Quadratmeter eine der größten Kirchen der Welt. Die Kuppel hat eine Höhe von 132 Meter. Nach dem Eingang ist auf der rechten Seite die Pieta des Künstlers Michelangelo zu sehen. Es war sein erstes und auch das am feinsten gearbeitete Kunstwerk. Rechts daneben ist die Heilige Pforte. Zu jedem Heiligen Jahr, das normalerweise alle 25. Jahre stattfindet, wird diese für ein ganzes Jahr geöffnet und dann wieder zugemauert. Es symbolisiert vor allem den Einzug in den Himmel. Oben in der Mitte steht in ca. zwei Meter hohen Buchstaben die Einsetzung des Papstes (Petrus) durch Jesus von Nazareth. „Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum (Du bist Petrus (griechisch: Fels), und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich.)“.


(14) Heilige Stiege - St. Croce


Neben dem Lateran befindet sich die Heilige Stiege. Das Ziel  vieler Pilger ist die Treppe, die zum Palast des Pontius Pilatus führte. Die Pilger knien die Treppe hoch. Es sind auch Stellen markiert, an denn Blutflecke sind, die Jesus verlor, als er die Treppe hinaufgeführt wurde. In dem Kinofilm „Die Passion“, sind die Szenen auch dargestellt.


In einer Entfernung von ca. einem Kilometer steht eine der sieben Pilgerkirchen: St. Croce in Gerusaleme. In dieser Kirche sind Reliquien der Kreuzigung Jesu zu finden. Es sind dies die Inschrift über dem Kreuz, Kreuzteile, Nägel und Teile der Dornenkrone. Auch eine Kopie in Orginalgröße

des Turiner Grabtuchs kann man hier ansehen. Überführt wurden die kostbaren Reliquien durch die Mutter des  Kaisers Konstantin – der Kaiserin

Helena. Die Legende erzählt, dass um zu sehen ob es sich wirklich um das Kreuz Christi handelte, ein Kranker darauf gelegt wurde. Dieser wurde unmittelbar geheilt – so die Legende.


(13) Der Lateran

 

Die Via Merulana verbindet die Kirche St. Maria Maggiore mit der Lateranbasilika. An jedem Fronleichnam pilgert der Papst mit der Monstranz und ca. 150.000 Gläubigen zwischen den beiden Kirchen. Sie können die Strecke gehen – oder mit dem Bus Nr. 714, die ca. 1,5 Kilometer fahren. Die Lateranbasilika wird als „Mutter aller Kirchen“ bezeichnet. Dies geht darauf zurück, dass der Lateran bis ins 14. Jahrhundert der Sitz der Päpste war. Erst 

darauf zogen sie in den Vatikan um. Der Lateran war ein Geschenk des Kaisers Konstantin. Den Namen bekam die Kirche vom Grundstücksnamen. Es ehörte früher zur Familie der Laterani. Sehr beeindruckend sind in der 

Kirche die in Übergröße dargestellten Apostel. Es sind dies: Simon, Judas Thaddäus, Matthäus, Jakobus der Ältere, Jakobus der Jüngere, Thomas, Bartholomäus, Phillipus, Johannes, Andreas, Petrus und als Zwölfter wird

Paulus gezeigt. Über dem Altar befinden sich die Häupter von Petrus und

Paulus. Ein nicht sehr bekannter Schatz ist auf der linken Seite: das Letzte Abendmahl.Darunter befindet sich die Orginal Tischplatte des Letzten

Abendmahles, wo sich Jesus mit seinen Jüngern versammelte.

(12) S. Maria Maggiore


Vom Trevibrunnen aus geht man zum Staatsdenkmal Vittorio Emmanuel

und von dort aus erreicht man mit dem Bus Nr. 84 die Kirche St. Maria Maggiore, die größten Marienkirche Roms. Sie gehört zu den vier Hauptbasiliken – neben dem Petersdom, St. Paul vor den Mauern und der

Lateranbasilika. Kennen Sie das Fest „Maria Schnee“? Das Fest ist unmittelbar

mit dieser wunderschönen Kirche verbunden. Der Legende nach hatten ein reicher Patrizier und der damalige Papst Liberius einen nächtlichen Traum. Ihnen wurde geboten, an dem Ort, wo am nächsten morgen Schnee liege, eine Kirche zu errichten. Tatsächlich lag am Hügel Esquilin Schnee. Nicht nur, dass es in Rom sehr selten schneit (ca. alle 30 Jahre), sondern die Tatsache, dass es sich um den 5. August handelte machen die Geschichte interessant. Kurz darauf wurde mit dem Bau der Basilika begonnen. Der Glockenturm ist auch der größte Kirchturm Roms und misst ca. 75 Meter. Franz Beckenbauer würde beim betreten der Kirche sagen: „Haben wir schon wieder Weihnachten?“. Denn unter dem Baldachin befinden sich das Holz, der Krippe von Bethlehem. Im linken Seitenaltar wird die Ikone Salus Populi Romani von den Römern verehrt. Der Legende nach geht das Bild auf den Heiligen Lukas zurück, der mehrere

Jahre bei Maria wohnte. Seit 2004 wandert eine Kopie des Bildes mit dem Weltjugendtagskreuz durch die Kontinente.

(11) Trevibrunnen

5 Minuten Fußweg trenne den Trevibrunnen – den Fontana di Trevi von der Spanischen Treppe . Der Brunnen wurde im 18. Jahrhundert fertig gestellt. Es ist kaum vorstellbar, dass zu der Zeit des Baues, in Rom nur ca. 13.000 Menschen

wohnten. Wenn Sie wieder einmal nach Rom zurückkehren möchten, müssen

Sie eine Münze über die Schulter in den Brunnen werfen. Anscheinend kommt man wieder! Auf jeden Fall leisten Sie somit einen Beitrag zur Erhaltung des Denkmales.


Anmerkung 18.05.2015: Seit dem 5. Juni 2014 finden am Trevi-Brunnen Restaurationsarbeiten statt, die bis Herbst 2015 andauern sollen.

(10) Spanische Treppe

Mit der Metro (Station Ottaviano ist Nähe Petersplatz) kommt man

zur Spanischen Treppe (Piazza Spagna). Als Treffpunkt der Jugend wird die Spanische Treppe oftmals bezeichnet. Die Treppe führt zur Kirche Santa Trinità dei Monti. Neben dem beeindruckenden Flair überrascht auch die Geschichte

dazu: Der französiche Gesandte Etienne Gueffier hinterließ ein großes Vermögen für den Bau dieser Treppe. Sozusagen ist die spanische Treppe ein Geschenk der Franzosen. Den „spanischen“ Namen verdankt die Treppe der Tatsache, dass sich auf diesem Platz die spanische Botschaft befand. Jährlich finden große Modenschauen der besten Designer hier statt. Folgt man der großen Strasse, sind die großen Modeschöpfer zu finden. Ob

Gucci, Prada etc… Hier werden (fast) alle Wünsche erfüllt.

(9) St. Maria Sopra Minerva

Gleich hinter dem Pantheon befindet sich auf der linken Seite die einzige gotische Kirche Roms, St. Maria sopra Minerva. In dieser wunderschön blauausgemalten Kirche ruht die Heilige Katharina von Siena. Katharina ist neben der Großen und Kleinen Therese eine der drei Kirchenlehrerinnen. Neben dem Altar steht die Statue des auferstandenen Christus, die der Künstler Michelangelo schuf. Vor der Kirche steht der „Flo des Bernini“, ein mit einem Obe-lisken bepackter Elefant. Direkt dahinter arbeitet der Schneider des Papstes. Dies ist im Schaufester gut zu erkennen. Zum Schluss

geht Ihr durch die „klerikale Shoppingmile“ zum Torre Argentina.

(8) Gelati Tour Chiesa Nuova - Piazza Navona - Pantheon

 

Mit der Buslinie Nr. 64 kommt man bis zur Chiesa Nuova. In dieser Kirche befindet sich das Grab des Patrons der Jugend und Roms – Phillipo Neri. Eine wahre Lichtgestalt unter den Heiligen. Von dort aus gelangt man über

kleine Gassen (In der V.d.T. Millina gibt’s das gute Eis) zum Piazza

Navona. In der Mitte des Platzes befindet sich der Vier-Ströme-Brunnen, den der Künstler Bernini schuf. Bei den vier Flüssen handelt es sich um die vier

damals größten Flüsse der bekannten Kontinente: Donau, Nil, Ganges und Río de la Plata. Direkt neben dem Brunnen steht Kirche S. Agnese, die an das

Martyrium der Jugendlichen an diesem Platze erinnert. Zur Kaiserzeit

stand an dieser Stelle ein antikes Stadion. Legendär ist der Streit der beiden

Bauherren des Brunnens und der Kirche. Dies wird dadurch angedeutet, dass Bernini, der Künstler des Brunnens in der Skulptur des Nils die Hand in Richtung Kirche erhebt. Damit wollte er andeuten, dass die Kirche

bestimmt einstürzen wird. Das Pantheon wurde im zweiten Jahrhundert erbaut und besitzt mit einem Innendurchmesser von 43 Meter, eine der größten

Kuppeln der Antike. Das aus Beton errichtete Bauwerk ist etwas besonderes. Die Mauern sind am Grund über sieben Meter breit. Oben an der Öffnung, mit 9 Metern Durchmesser, haben die Mauern nur noch eine Stärke von ca. einem Meter. Das Fest Allerheiligen ist aufs engste mit dem Pantheon verbunden.

Im Jahre 609 n. Chr. wurde das Pantheon zur Kirche St. Maria und Märtyrer. In der Kirche befinden sich die Gräber des Künstlers Raffael und die der Könige Italiens (Viktor Emmanuel II., Umberto I. und Viktor Emmanuel III., sowie deren Ehefrauen.).

(7) St. Maria in Trastevere


Für mich ist es eine der schönsten Kirchen Roms. Ein Besuch lohnt sich immer. Sie ist die älteste Marienkirche Roms und geht bis ins vierte Jahrhundert zurück. Trastevere lädt Sie ein, das  unvergessliche Flair dieser Gegend zu genießen: Wie wäre es mit einem Cappuccino? Auch wenn es ein wenig teurer als sonst sein kann – das Flair ist es auch!

(6) Spaziergang nach Trastevere - Mund der Wahrheit

 

Beim folgenden Spaziergang, der ca. eine Stunde dauert – erwartet Euch ein buntes und z.T. nicht so bekanntes Rom. Zuerst geht es vom Hügel Aventin zurück in Richtung Circus Maximus. Dabei kann man einen Blick in den städtischen Rosengarten werfen. Oft gibt es dort bis Weihnachten blühende Rosen. Am Ende des Circus Maximus vorbei, befindet sich die KircheSt. Maria in Cosmedin. Dort im  Eingangsbereich ist der legendäre „Mund der Wahrheit“ – der Bocca Veritas. Der Legende nach, wurden hier vor allem Frauen befragt, deren Männer für lange Zeit im Krieg waren, ob sie treu  blieben. Hat eine Frau gelogen, wurde ihr die Hand abgebissen. Wer es nicht glaubt – kann es ja probieren! Neben dem Bocca Veritas steht einer der letzten Tempel Roms. Dieser wurde der Vesta geweiht. Beim Spaziergang am Tiber entlang, kann man die Tiberinsel sehen. Auf der Insel hat der Apostel Bartholomäus seine letzte Ruhe gefunden. Direkt daneben steht eines der besten Krankenhäuser Roms. Jetzt wandert man im historisch eher unbekannten Rom. Als nächstes sieht man die alte römische Synagoge auf der rechten Seite. Historisch war der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1986. In der Nähe hatte der Apostel Paulus seine Mietwohnung, wo er mehrere Jahre – bis zu seinem Martyrium lebte. Bei der Brücke Ponte Sisto  überquert man den Tiber. Von dort sind es noch ca. 500 Meter bis zur Kirche St. Maria in Trastevere.

(5) Aventin & Circus Maximus

 

In ca. einen Kilometer Entfernung stand das größte Theater Roms –der Circus Maximus (Circo  Massimo).Bis zu 375.000 Zuschauer fanden hier einen Platz. Auf der 600 Meter langen und 150 Meter breiten Bahn fanden vor allem Wagenrennen statt. Aber auch Gladiatoren und Märtyrer fandenhier den Tod. Das weltbekannte Rennen des Ben Hur fand nicht in Rom –  sondern in Jerusalem statt. Sehr bestaunenswert in der Neuzeit ist, dass im Jahr 2000 beim Weltjugendtag über 160.000 Jugendliche an dieser historischen Stätte das Sakrament der Versöhnung empfingen – also spricht man seitdem von der größten „Beicht-Arena“ der Welt. Hügel Aventin. Der Circus Maximus liegt zu Füssen des Hügels Aventin. Der Aventin ist einer der sieben Hügel und nebenbei eines der schönsten und ruhigsten Viertel Roms. Über die Clivo die Publici kommt man zum Park hinauf. Von dort aus genießt man eine herrliche Aussicht auf die ewige Stadt. Im Park – wo zahlreiche Orangenbäume stehen – gibt es eine sehr gute Möglichkeit, sich zu erholen oder zu picknicken. Neben dem Park befindet sich die Kirche St. Sabina. Diese ist eine wunderschöne Kirche aus dem fünften Jahrhundert und wird gerne für Trauungen genutzt. Sollte Ihnen ein Brautpaar begegnen, wünscht ihnen „Auguri“, was so viel heißt, wie: Herzlichen Glückwunsch. Auch der Papst besucht jährlich diese Kirche – und zwar am Aschermittwoch.

(4) Colloseum


Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Italiens ist mit Sicherheit das Colloseum. Es gehört seit 2007 auch zu den sieben neuen Weltwundern und ist dabei, das Einzige in Europa. Das Theater wurde um 80 n. Chr. erbaut. Bekannt ist Ihnen vielleicht, das es zur Einweihung des Colloseums ein großes Fest gab – die hundert tägigen Spiele. Das Theater fasste bis zu 50.000 Zuschauer, die an über 80 Eingängen in nur 15 Minuten an ihre Plätze gelangten. Im Laufe der Jahre wurden die Spiele immer grausamer. So schätzt man, dass im Colloseum über 400.000 Menschen ihr Leben ließen, zur Unterhaltung und Belustigung der Römer. „Es braucht nur zwei Dinge, um ein Volk ruhig zu halten: Brot und Spiele oder im lateinischen Panem et Circenses.“ – So ein römisches Sprichwort. Nachdem das Colloseum bis ins Mittelalter als Steinbruch genutzt wurde, fanden im 18. Jahrhundert  Sanierungsarbeiten statt. Im Jahr 1990 wollten die Römer sogar dass Fussballendspiel der WM im Colloseum austragen – man stelle sich vor: Deutschland wird Weltmeister – und Franz Beckenbauer schlendert im Colloseum….

(3) Forum Romanum

 

Von einer kleinen Terrasse aus, ist ein wunderschöner Ausblick, von dem aus das Forum Romano zu erkunden ist. Auf der Anhöhe stand der Kaiserpalast. Von dort aus geht die „Via Sacra“ durch den Triumphbogen in Richtung Kolloseum. In der Antike wurden die siegreichen Feldherren mit einem Pferdewagen über die Via Sacra zum Kaiser gefahren. Hunderttausende von Menschen jubelten dem Feldherr zu. Damit dieser bescheiden bleibt, fuhr ein zweiter mit, der immer sagte: Gedenke, dass Du sterblich bist (Memento Mori). Auf der linken Seite befindet sich eine kleine Kirche. Dort befand sich früher der kaiserliche Kerker(Carcare). Die heute  prominentesten „Staatsgefangenen“ dort waren die beiden Apostel Petrus und Paulus. Noch heute kann man einen Brunnen sehen, indem Petrus die Gefängniswärter getauft haben soll. Gleich nach dem Triumphbogen steht die Kurie (Curia), der Sitz des römischen Senates. Hier befindet sich auch die Cloaca Maxima –nicht die öffentliche Toilette, sondern die Wasserleitung! Um zum Kolloseum zu gelangen gehen Sie links am Forum Romanum vorbei (V. d. Fori Imperiali)


(2) S. Maria Aracoeli und Kapitol


Das Monumento, das auch Schreibmaschine genannt wird, ist ein italienisches Staatsdenkmal gestiftet vom Ital. König zum Zeichen der Einheit Italiens. Rechts am Vittorio Emanuelle vorbei kommt man zur Treppe, die zur Kirche S. Maria Aracoeli führt.


Eine Legende erzählt, dass die römischen Männer hier prüfen, ob es sich bei der „Angebeteten“ um die Richtige handelt, oder eben nicht. Schafft der Mann es, die Frau 124 Stufen auf Händen hinaufzutragen, ist es ein Beweis dafür, dass sie die Frau fürs Leben ist. Oben angelangt, hat man eine erste Aussicht auf Rom.


In der Kirche sind vor allem zwei interessante Besonderheiten zu bestaunen: Erstens das in Italien bekannte Bambino Gesu und zweitens das Grab der römischen Kaiserin Helena. Die Kirche steht auf dem höchsten Punkt des Kapitols. In der Antike stand hier ein Tempel. Nach einer Legende diente hier  eine Sybille, d.h. heidnische Prophetin. Diese prophezeite dem Kaiser, dass ein Kind als „König“ verehrt werden wird. Heute schreiben die italienischen Kinder ihre Weihnachtswünsche an das

Bambino Gesu.


Beim Verlassen der Kirche (Nebenausgang – vorne rechts) sieht man auf das Kapitol. Dort befindet sich das römische Rathaus. In der Mitte des Platzes, …


(1) Roma Eterna - das Ewige Rom

Blick auf Rom
Blick auf Rom

 

Rom ist das Herz der Christenheit.

 

In der Geschichte der Menschheit ist Rom das Sinnbild für das vorbestimmte Schicksal der heiligen Stadt Jerusalem (Jes 52,1). Sie wird auch „Stadt Gottes” (Jes 60,14) oder Zentrum der gesamten Heilsgeschichte genannt. Von der hl. Schrift wird sie oft als Ziel allen menschlichen Begehrens, Freude dessen, der sie liebt (Psalm 137,6), Lust der Augen oder Verlangen der Seele (Ez 24,25) genannt.

 

Die Kirche hat ihren eigentlichen Ursprung in Jerusalem, der Stadt, die die Stationen des Lebens Jesu prägt und in der sich die Erlösung vollendet; sie nimmt das neue, himmlische Jerusalem vorweg (Offb 21,1-27), den Ort, an dem sich die Gemeinschaft Gottes und der Menschen vollendet und alle Brücken aufgehoben sind.

Auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem, lädt die Kirche Roms die Pilger zu einer willkommenen Pause ein. Die Kirche Roms ist Ausdruck der Gemeinschaft aller Christen und sie ist Mutter aller Kirchen.

 

Jesus ruft seine Jünger nach seiner Auferstehung dazu auf: „meine Zeugen zu sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde”, Rom. Das damalige Weltbild verstand unter der Redewendung „bis an die Grenzen der Erde” die Stadt Rom. Heute ist dies natürlich anders. Heute lädt die Kirche Roms ein, innezuhalten und die Schönheit des Christentums zu bestauen. Christus näher zu kommen, ist ein anderes Angebot, das die Kirche bietet - denn Er lebt in und mit seiner Kirche.

 

In Jerusalem hat alles begonnen - in Rom hat das Leben für zwei Apostel geendet: Petrus und Paulus. Petrus, „der Fels, auf dem die Kirche erbaut” wurde (Mt 16,18), und Paulus, der „Apostel der Völker” (Apg 17,21). Beide sind durch die Verbreitung der Heilsbotschaft nach Rom gekommen und haben hier ihr Zeugnis und ihr Leben gelassen.

 

Beide Apostel können uns in unseriger Zeit eine Botschaft senden; bin ich als Pilger bereit mich darauf einzulassen?