Papst Franziskus: 10 Tipps zum Glück

 

In der argentinischen Wochenzeitung Viva wurden am 27. Juli in einem Interview zehn Tipps von Papst Franziskus zum glücklichen Leben veröffentlicht, die auch für uns inspirierend sein können.

 

  • ‚Leben und leben lassen‘ sollte ein Lebensgrundsatz aller Menschen sein oder auch wie man in Rom sagt: Geh voran und lass andere dasselbe tun.
  • ‚Öffne dich anderen gegenüber‘ – Menschen sollten offen und großherzig zu anderen sein, denn Papst Franziskus betonte „wer zu sehr auf sich bezogen ist läuft Gefahr zum Egozentriker zu werden. Ein stehendes Wasser wird stinkend.“
  • ‚Gehe gelassen durchs Leben‘ – Papst Franziskus brachte ein Beispiel eines argentinischen Romans von Ricardo Guiraldes in dem die Hauptfigur — gaucho Don Segundo Sombra — auf sein Leben zurück blickt:
  • „Er erzählte, in der Jugend sei er ein mächtiger Strom gewesen, der große Steine mit sich trug, als Erwachsener ein reißender Fluß und im Alter bewegte er sich immer noch, aber langsam, eher wie ein Wasserbassin“, sagte der Papst. Er betonte, dass ihm das Bild vom Wasserbassin gefalle, „die Chance zu haben sich mit Güte, Bescheidenheit und Gelassenheit im Leben zu bewegen.“
  • ‚Ein gesunder Sinn für Muse.‘ – Wir haben häufig die Freude an Kunst, Literatur und dem gemeinsamen Spielen mit Kindern verloren. „Der Konsum hat uns viel Sorge gebracht“ und Stress, weil die Menschen die gesunde Kultur der Muse verloren habe. Ihre Zeit ist verloren und deshalb können sie diese nicht mit anderen teilen. 
  • Auch viele Eltern müssen lange arbeiten, Schichtpläne machen es nicht immer einfacher mit den kindern zu spielen, aber „es ist notwendig!“
  • Familien sollten auch den Fernseher beim Essen abschalten. Fernsehen ist hilfreich und wertvoll, aber gerade beim Essen ist eine wertvolle Zeit miteinander zu reden, sagte der Papst.
  • Sonntage sind freie Tage. - Arbeiter sollten am Sonntag frei haben, denn „der Sonntag ist für die Familie“, meinte er.
  • Suchen wir innovative Wege jungen Menschen würdige Arbeit zu vermitteln. „Wir müssen mit den jungen Menschen kreativ sein, wenn sie keine Perspektiven haben ist die Gefahr des Abrutschens in Drogen groß oder auch zum Selbstmord. „Es genügt nicht ihnen Nahrung zu geben, Würde und Sinn erfahren sie, wenn sie von eigener Hände Arbeit leben können.“, ergänzte er.
  • ‚Wertschätzen und Bewahren der Schöpfung‘ – Eine der größten Veränderungen ist die Abwertung der Umwelt. „Ich denke eine Frage, die wir uns selbst kaum stellen heißt: Zerstören wir mit dem Umgang mit der Welt nicht unsere Lebensgrundlage?
  • ‚Hör auf negativ zu sein.‘ – Wer es nötig hat schlecht über andere zu reden, zeigt, dass er wenig Selbstbewusstsein hat. Weil sich jemand gering fühlt, versucht er andere noch weniger wertvoll darzustellen, sagte der Papst. „Lasst die negativen Erfahrungen schnell verschwinden, das tut gut.“
  • ‚Bekehre nicht immer alle mit deiner Meinung, lass andere Meinungen gelten‘ – Wir können einander inspirieren mit Ideen und im gegenseitigen Austausch wachsen. Am gefährlichsten jedoch ist religiöser Missionseifer, der lähmt: „Ich rede mit dir um dich zu überreden,“ nein, jedes Gespräch beginnt mit der Meinung jedes einzelnen. Kirche wächst mit ihrer Anziehungskraft, nicht mit Überredung“, ergänzte der Papst.
  • ‚Arbeite für den Frieden.‘ – „Wir leben in einer Zeit vielfältiger Kriege,“ sagte der Papst und „der Ruf nach Frieden muss laut ausgesprochen werden. Frieden scheint manchmal still zu sein, aber Friede ist immer aktiv“ und dynamisch.

 

Freie Übersetzung von Pfr. Reinhard Röhrner